Gals
Baugruppe B (Gals, Jolimontgut)
Beschreibung
Die Baugruppe umfasst ein um einen zentralen Rechteckhof gruppiertes Gebäude-Ensemble inmitten einer Waldlichtung auf dem nordöstl. Plateau des Jolimont. Die Funktion als Berghof des Klosters St. Johannsen bleibt in der Landvogteizeit und bis ins 19. Jh. erhalten. Aus dieser Epoche stammen der zentrale Wohnstock des 16. Jh., das um 1800 neu gebaute Pächterhaus (Nr. 101) und der multifunktionale Bau der sogenannten Brennerei (Nr. 103A). Eine grundsätzliche Umgestaltung erfährt die Domäne im Besitz der Familien Pourtalès und de Pury, die den Besitz vermehrt als Landsitz nutzen. Schon 1832-36 wird eine bequeme und repräsentative Zufahrtsstrasse von Erlach neu angelegt, die nun von S her, an der Plateaukante von 2 Portalpostamenten flankiert, als Allee auf die Gebäudegruppe zuführt. In einer neuen Umbauphase um 1890 entsteht eine Villa im SO als Gästehaus, das alte Lehenshaus wird zugunsten eines Rossstalles abgebrochen und die Umgebung wird vermehrt parkartig und mit dem dekorativen Kleinbau Nr. 103A gestaltet. Daneben wird der Gutsbetrieb in Pacht bis heute weitergeführt. Die Baugruppe ist ein äusserst reizvoll gelegenes Ensemble mit historischer Bedeutung und erfreulicher Kontinuität in der Nutzung.
