Erlenbach im Simmental

Baugruppe D (Erlenbach, Ringoldingen)
Beschreibung
Die Bäuertgemeinde Ringoldingen umfasst die mehrheitlich oberhalb der Verkehrsachse gelegene Verdichtung der Streusiedlung am östl. Rand des Schuttkegels des Tengelbachs, im Bereich einer alten Wegverzweigung nach Nidfluh (Gde. Därstetten) und Seewlen sowie ehem. auch auf den Balzenberg. Die wirkungsvoll gestaffelte und teils hofbildende alte Bausubstanz geht auf der W-Seite noch unverbaut in den geräumigen Grüngürtel vor der Wösch über, O-seitig ist sie durch jüngere Chaletbauten begrenzt. Qualitätvolle Oberländer Bauernhäuser des 17./18. Jh. mit begleitenden Nebengebäuden, einzelne Wohnhäuser A. 20. Jh. sowie namhafter Obstbaumbestand und grossflächige Freiflächen, prägen das locker gruppierte Ortsbild wesentlich mit. Hauptelemente sind das sog. Heidenhaus von 1491/92 (Nr. 429), eines der ältesten Gebäude des Simmentals, und das benachbarte Haus Nr. 414b als bedeutendstes Beispiel des Schweizer Holzstils in der Gemeinde. Die Nahumgebung der Baugruppe wird durch 2 bedeutende, leicht abgesetzte Einzelhöfe (Nr. 405 und 421) akzentuiert. Ringoldingen gehört zur lockeren Kette von Hofgruppen, Weilern und Dörfern, die entlang der M. 18. Jh. erbauten Simmentalstrasse aufgereiht sind.