Rüderswil

Baugruppe I (Rüderswil, Rüderswilschachen Spinnerei)
Beschreibung
An der SO-Spitze der linksufrigen Emme-Ebene, bei der schmalsten Stelle des Rüderswilerschachens, hat sich seit der 2. H. 19. Jh. ein homogenes Industrie-Ensemble gebildet. Die 2-geschossigen, oblongen u. mit Satteldächern überdeckten Riegbauten stehen quer zum Tal u. sind partiell mit Anbauten versehen worden. Das 1884 errichtete, nachträglich verputzte u. leicht purifizierte Wohnhaus Schachenstrasse 1 ist den Fabrikations- u. Lagergebäuden im S vorgelagert u. rechtwinklig zu diesen positioniert. Eine freie Grünfläche u. der in den 1920er Jahren gebaute 1-geschossige Bürotrakt, der sich durch seine aufwändigere Ausbildung von den übrigen Gebäuden abhebt, grenzen den Herstellungsbereich vom Wohnhaus ab, während ein weiterer lang gestreckter Baukörper die Gruppe zur Strasse hin abschliesst. Das sich aus unterschiedlich dimensionierten Volumina u. aus verschiedenen Gebäudetypen zusammensetzende Ensemble - vgl. u. a. das noch erhaltene Transformatorenhäuschen - stellt in seiner Gesamtheit ein wichtiges bauliches Zeugnis dar. Gleichzeitig ist es ein eindrückliches Dokument, der sich auch im Emmental entwickelnden Industrie. Der Wasserkanal - der für eine mechanische Produktion notwendige Energielieferant - bildet heute zudem ein malerisches u. qualitätvolles Element der Nahumgebung.