Thun

Baugruppe E (Thun, Kaserne)
Beschreibung
Kasernen mit Stallungen und Reithallen Parallel zur Allmendstrasse steht die eindrückliche Hauptkaserne (so genannte Mannschaftskaserne) mit vorstehendem Mitteltrakt und turmartigen Eckrisaliten. Sie wurde 1864-1868 nach dem Entwurf von Leopold Stanislaus Blotnitzki, Kantonsingenieur in Genf und Felix Wilhelm Kubly Architekt in St. Gallen errichtet (Kasernen 243-248). Quer dazu, entlang der Stockhornstrasse wurde 1901-02 die Offizierskaserne hinzugefügt (Kasernen 241). S-seitig, parallel zur Hauptkaserne entstanden 1864-66 ebenfalls nach Plänen von Blotnitzki u. Kubly die Stallungen mit 2 Reitbahnen (Nrn. 218-238). Damit ergab sich ein grosser Hof zwischen Stallungen u. Hauptkaserne, andererseits besitzt das längliche Geviert der Stallungen selber einen langen, schmalen Innenhof, in den die ehem. Schmitte 1893/94 eingefügt wurde. Der lange Hof wird durch die beiden Reithallen auf der W- u. O-Seite geschlossen. Die Geschützhalle von 1861,als Raumabschluss auf der O-Seite der rechtwinkligen, durch Symmetrieachsen geprägte Anlage, brannte 1917 ab. Neben der Kaserne in Zürich (1873-75) grösster Baukomplex des Historismus in der Schweiz.