Wynigen

Baugruppe E (Ferrenberg)
Beschreibung
Der Name des bereits im 13. Jh. urkundlich erwähnten Weilers Ferrenberg leitet sich vom althochdeutschen Begriff «pfarrih» (Hügel mit Viehpferch) ab. Die auf 750 m.ü.M. auf einem Geländesattel an der einst wichtigen West-Ost-Verbindung zwischen Wynigen u. Huttwil gelegene Häusergruppe stellte ehem. ein Dienstleistungszentrum im Streusiedlungsbereich der Wynigerberge dar. Davon zeugen heute noch die jüngst umfassend restaurierte ehem. Schmiede von 1769 (Ferrenberg 246), die auch im Innern praktisch unverändert erhalten gebliebene Wirtschaft zum Wilden Mann von 1838 (Ferrenberg 250) u. die Käserei der um 1860 gegründeten Käsereigenossenschaft. Die nach wie vor hauptsächlich der Landwirtschaft dienenden Bauten reihen sich teils traufständig u. teils giebelständig beidseits des geraden Strassenstücks u. gliedern zusammen mit den Zwischenräumen u. Gärten das kompakte Ensemble. Den nördl. Auftakt bilden die Wirtschaft u. das behäbige Bauernhaus Ferrrenberg 249 an der Strassenverzweigung, den südl. Abschluss das Gehöft mit Stöckli (Ferrenberg 245b) u. Bauernhaus (Ferrenberg 245), das durch seine typologisch seltene Strassenüberführung einen starken Akzent setzt. Der intakte Weiler mit dem ihn umgebenden Obstbaumkranz besticht schliesslich auch durch seine ausgezeichnete Fernwirkung.