Blumenstein

Baugruppe D (Blumenstein, Eschli)
Beschreibung
Der einem Haufendorf ähnliche Weiler liegt auf halber Höhe des weiträumigen, gleichmässig ansteigenden Schuttkegels, gegen SW durch den teilweise bewaldeten, von Dämmen eingefassten Fallbach begrenzt und auf den anderen, dem freien Wiesland zugewandten Seiten von Resten des einst ausgedehnten Obstbaumkranzes umgeben, der aus der Fernsicht das Eschli mit dem nahe gelegenen Wäsemli (Baugruppe C) zusammenfasst. Die locker strukturierte Bebauung entwickelt sich um ein ursprünglich kreuzförmiges, im 20. Jh. teilweise neu trassiertes Wegnetz. Sie zeichnet sich aus durch eine einzigartige Häufung von regionaltypischen, meist gegen SO orientierten Tätschdachhäusern aus dem 17. und 18. Jh., durchsetzt mit einzelnen Vertretern des jüngeren Haustyps mit Ründidach (Nrn. 128 und 142). Beispielhaft sind etwa die beiden im frühen 18. Jh. erbauten Häuser Nrn. 143 und 133 mit noch weitgehend unverfälschter Substanz. Ungewöhnlich ist das altertümlich wirkende, traufseitig ausgerichtete Doppelhaus Nr. 145/146 aus dem 18. Jh., und das etwas abgesetzt am nördl. Rand gelegene Haus Nr. 128 zeugt von den neuen Bauformen des frühen 19. Jh. Trotz zahlreicher Umbauten hat sich viel ursprüngliche Substanz erhalten und die für die einheitliche Silhouettenwirkung entscheidende Gesamtform blieb weitgehend gewahrt. Kleinbauten wie Ofenhäuser (Nr. 144) oder das zuletzt als Wagnerei genutzte Haus Nr. 137 gliedern die vielfältigen Zwischenräume. Gepflegte Bauerngärten und verschiedene Einzelbäume beleben zusätzlich das stark durchgrünte Ortsbild, das nach wie vor bäuerlich geprägt ist.