Biglen

Kirchweg 3, 3507 Biglen
Eglise / Construction 1521 - 1521
Déscription
Kirche von 1521 über Vorgängerbau des 11. Jh.; Purifizierungen 1825 und 1871; Gesamtrestaurierung und Rückführung in spätgotischen Zustand sowie Schiffsverlängerung nach Westen 1966/67 Die Kirche von Biglen ist eine spätgotische Saalkirche mit polygonalem Chor und seitlichem Glockenturm. Der im Inneren bestehende Triumphbogen (Chorbogen) wurde bei der Restaurierung 1966/67 rekonstruiert. Damals wurden auch die polychromen Wandmalereien und Inschriften von 1635 freigelegt und die Holzdecke von 1521 wiederhergestellt. Ergänzt wurde dabei auch das Rahmenwerk aus Flachschnitzereien, welche Ranken und Fabelwesen darstellen. Die Flachschnitzereien sind jenen der Kirchen von Lauperswil und Lauenen, ebenfalls aus dem beginnenden 16. Jh., gleichzustellen. Herausragend sind auch die Wandmalereien aus dem 17. Jh., die im Rahmen der bernischen Landkirchen wohl das beste Beispiel darstellen. In reformatorischer Zeit ersetzten ornamentale, architektonische und kalligraphische Darstellungen die bildlichen, wobei die Spruchtafeln von Biglen manieristische Züge tragen. Die Innenausstattung weist eine Renaissance-Kanzel von 1595 auf, eine Orgelempore von 1779 und einen Louis-XVI Taufstein um 1780. Geläut (1933), mit Mittagsglocke (1508) und einer Glocke des Berner Glockengiessers David Zender (1633).
Environnement / Situation
Der terrassierte Kirchhof weist durch die Umfriedung mit Gusseisentor, Pflästerung und Bäumen eine hohe Qualität auf. Die Kirche steht in Sichtbeziehung zu diversen qualitätvollen Bauten am Strassenring um die Pfarrkirche und bildet zusammen mit dem Zehntspeicher (Kirchweg 5) ein hochwertiges Ensemble von grosser Bedeutung für das innere Ortsbild. In erhöhter und exponierter Lage ist die Kirche ausserdem aus der Ferne als Wahrzeichen von Biglen erkennbar und definiert massgeblich die Silhouette des äusseren Ortsbildes.
Evaluation
Die Kirche von Biglen, die im Mittelalter wohl das Petruspatrozinium besass, vertritt eine jener Berner Landkirchen, die kurz vor der Reformation ersetzt oder vergrössert wurden. Die Purifizierungen des 19. Jh. wurden 1966/67 rückgängig gemacht, sodass sich die Kirche heute als spätgotische Saalkirche mit Glockenturm präsentiert und in ihrer erhobenen Stellung als Identifikationsobjekt und Wahrzeichen des Dorfes wahrgenommen wird.
Classification
Eglise
Histoire de la construction
1521 - 1521: Erbauung; 1871 - 1871: Umbau; 1825 - 1825: Umbau; 1871 - 1871: Umbau; 1633 - 1633: Ausstattung; 1000 - 1099: Kernbau / Vorgängerbau; 1629 - 1629: Ausstattung; 1673 - 1673: Ausstattung; 1779 - 1779: Ausstattung; 1810 - 1810: Umbau; 1931 - 1933: Umbau; 1966 - 1967: Sanierung / Restaurierung; 2007 - 2007: Sanierung / Restaurierung; 2010 - 2010: Sanierung / Restaurierung; 2019 - 2020: Sanierung / Restaurierung
Inscription
Als man zallt 1521 Jar/ Dises Gottshus gebuwen ward (aufgemalte Inschrift in Fraktur über mittlerem Chorfenster, teilweise rekonstruiert) D H 1595 (Kanzel. D H steht für David Hyss, Pfarrer von Biglen) Zahlreiche Inschriften mit Bibeltexten sowie Wappendarstellungen von 1635 1779 (Emporenstütze)
Appréciation
digne de protection
Ensemble bâti
Objet C
Oui
Entrée en vigueur
30.11.2004
Protégé
07.12.1965, ACE (cantonale) 25.08.1966, Protection fédérale
Numéro de la parcelle principale
7
Coordonnées
2614377.732 / 1197482.377