Köniz

Ensemble bâti B (Köniz, Landorf)
Déscription
Der ehem. Gutshof aus dem 18. Jh. wurde 1830 an die Gemeinde verkauft, die im Wohnstock ein Armenhaus einrichtete. Nach einem Brand ging der Gutshof an den Staat Bern, der hier 1848 eine Erziehungsanstalt für Knaben eröffnete. Später wurde es ein Schulheim. Mehrere Brände führten stets wieder zu Ersatz- u. Umbauten. Das Hauptgebäude ist das Resultat eines Um- u. Ausbaus von 1865 mit jüngeren Veränderungen von 1947-50 u. 1994-97. Es steht in der ersten Gebäudereihe im Zentrum: Davor liegt der ummauerte Garten des alten Wohnstocks. Leicht abgeknickt folgen auf der O-Seite die Wohngruppentrakte von 1947/48 unter langem durchgehendem Satteldach. Parallel dahinter bildet die Mehrzweckhalle eine schmale Gasse u. zugleich den östl. Abschluss der Anlage. Nordwestl. des Hauptbaus bildet das Schulhaus von 1905 das Zentrum in der 2. Gebäudereihe. Östl. davon stehen die Schweinescheune u. das Bauernhaus in einem Winkel zueinander u. schaffen somit einen Hof. Westl. davon reihen sich die jüngsten Wohntrakte unter durchlaufendem Dach auf. Der längliche Zwischenraum, der dadurch entsteht, ist gegen SW hin offen. Einzig das kleine Stöckli (Landorfstrasse 106) markiert die S-Ecke der Baugruppe unmittelbar an der Strasse. Der Zwischenraum erscheint gross, ist aber durch einen Gefällsprung mit Mauer u. hölzerner Skulptur geschickt gegliedert. Die klare Anordnung der Gebäude u. die räumlichen Qualitäten wurden durch die Gesamterneuerung der Anlage 1994-95 noch verstärkt.