Aarwangen

Ensemble bâti A (Aarwangen, Dorf)
Déscription
Die Baugruppe setzt sich aus der ersten Bebauungslinie entlang der Langenthalstrasse-Jurastrasse und des im SW anschliessenden Mühlebezirks zusammen. Der Mühlebezirk am Fuss des Bleuerains ist wohl der älteste Teil der Siedlung Aarwangen. Die von hervorragenden Grünräumen umgebenen Bauten sind wirkungsvoll um eine Strassenverzweigung angeordnet. Kernbau des Ensembles ist die angeblich von 1621 stammende alte Mühle (Meiniswilstrasse 7B), ein hübscher kleiner Riegbau unterhalb eines kleinen Gehölzes mit innen liegendem Mühleteich. Der grosse Mühlebau (Nr. 7/7A) mit polygonalem Treppenturm wurde 1748 erstellt und erhielt nach Brand 1888 die heutige Form. Der 1911/12 um einen Trakt erweiterte Bau nimmt eine wichtige Scharnierfunktion an der Wegverzweigung ein. Das benachbarte Gebäude (Nr. 3) von 1853 begrenzt einen hübschen mit Brunnen möblierten und gepflästerten Innenhof nach O. Nördl. der Meiniswilstrasse steht ein guter ehemaliger Bauernhof mit mächtigem Bauernhaus (Nr. 6), Stöckli (Nr. 8, erb. 1810) und bauhistorisch bedeutendem Speicher (Nr. 8A). Über ein Weggeviert ist der Mühlebezirk mit dem Strassendorf verbunden. Das Dorf Aarwangen ist ein lang gezogenes Strassendorf entlang der von SO nach NW über zwei Gelände-Terrassen verlaufenden Hauptstrasse. Die so genannte Vorstadt bildet den südöstl. Auftakt der Baugruppe. Die sich hier nach N leicht senkende Langenthalstrasse wird auf der westl. Seite von einer Reihe räumlich wirksam gestaffelter Bauten begleitet, darunter das um 1800 erbaute Restaurant "Brauerei". Auf der anderen Strassenseite haben Abbrüche und Neubauten den ehemals geschlossenen Bebauungscharakter verändert. Im Bereich des S-förmig verlaufenden Strassenabschnitts bildete sich das eigentliche Dorfzentrum mit Gasthöfen, Wohn- und Geschäftsbauten und seit 1907 einer Bahnstation. Dominierende Bauten sind neben dem mächtigen Schulhaus von 1871, das reich bemalte "Tierlihaus" von 1767 und der 1957 anstelle eines Vorgängerbaus errichtete Gasthof "zum Wilden Mann". Die Station tritt als Blickpunkt wirksam in Erscheinung, während die von einem Park umgebene Villa (Jurastrasse 9, erb. 1866) sich hinter grossen Bäumen versteckt. Entlang der Jurastrasse vermitteln weitgehend traufständige Bauernhäuser den ehemals bäuerlichen Charakter des Dorfes. Im ausgehenden 19. und im 20. Jh. sind zwischen den bäuerlichen Bauten, vor allem auf der östl. Seite, Wohn- und Geschäftsbauten entstanden. Die 1577 erbaute Kirche und das 1812-14 erstellte Pfarrhaus reihen sich in diese Bebauung ein. Die auf der Hangkante exponiert stehende Amtsschreiberei (erb. 1830-32) setzt einen wirkungsvollen Akzent am nordwestl. Rand des Dorfes.
Objets individuels
Entrée en vigueur
14.10.2019