Niedermuhlern
Baugruppe A (Niedermuhlern, Dorf)
Beschreibung
Das Dorf liegt etwa in der Mitte der Gemeinde in sanfter Hanglage in einer Mulde, die sich gegen Westen zum Scherligraben hin öffnet. Der Scherlibach entspringt unweit der zentralen Weggabelung. Ursprünglich nur aus Einzelhöfen bestehend (Hof Tschirren, Nr. 14 u.a.) ist erst im 19. und 20. Jh. - begünstigt durch den Ausbau der Strasse Bern-Rüeggisberg - ein Dorf entstanden durch das Ausfüllen von Lücken mit Käserei, Wirtschaft, Schulhaus und Post usw.
Der nördl. Dorfteil an der Weggabelung nach Oberscherli erscheint als Haufendorf: In der Mitte hat der lange, markante Heimatstilbau der Käserei eine Art Scharnierfunktion im Gefüge - westlich davon der bedeutende Hof Tschirren, bestehend aus einem stattlichen Bauernhaus von 1746 und einem Speicher von 1751 (Nr. 16) - beide mit Inschriften und gemalten Verzierungen; dazu ein Ofenhausstöckli von 1840 (Nr. 15), wo die erste Dorfkäserei und später die erste Pintenwirtschaft betrieben wurden. Im südl. Dorfteil bei der Abzweigung zum Usserdörfli wirkt das sog. Brunnenhaus (Nr. 19, ehem. mit Gewerbe- und Schulnutzung) zusammen mit dem Lädelihaus vis-à-vis als Tor zum Dorf; die lockere Strassendorf-Bebauung geht zwar südl. weiter bis zur Holzmatt, mit dem Schulhaus als markantestem Einzelbau - hat aber in diesem heterogenen Teil weniger Zusammenhalt. Die unverbaute Umgebung und die intakten Zwischenbereiche mit Gärten, Matten, Wegen, Vorplätzen usw. sind wichtig in der lockeren Gruppe für das Bild der dörflichen Ganzheit.
