logo

Reichenbach im Kandertal

Bildungs- und Kulturdirektion Amt Kultur Denkmalpflege www.be.ch/denkmalpflege
Kientalstrasse 109, 3722 Scharnachtal
Grundstück
939
Koordinaten
2619874.177 / 1162902.496

Bauinventar

10.06.2005
verfügt
Einstufung
erhaltenswert
Beschreibung
Ehem. Bauernhaus von 1742, restauriert 1951, heute Wohnhaus Schmucker Blockbau mit gemauertem Kellersockel und schwach geneigtem Satteldach. Traufseiten im N durch Stubenanbau, im S durch Quergiebel erweitert. die urspr. 4-stubenbreite Hauptfassade ist nicht symmetrisch aber rhythmisch gegliedert. Der an sich eher zart geschnitzte Friesschmuck, der in dem eleganten Konsolfries am Gadenbund seinen Höhepunkt findet, wird durch lebhafte, mehrfarbige Malereien begleitet und akzentuiert. Zusammen mit den vegetabilen Ornamenten im Giebelfeld entsteht eine üppige Gesamtwirkung, die wohl weitgehend auf die Restaurierung von 1951 zurückgeht. Der repräsentative Bau steht giebelseitig unmittelbar an der Kientalstrasse und ist räumlich ein prägendes Element des Weilers. Er veranschaulicht nicht nur die Zimmermannskunst des 18. Jh. sondern auch deren Rezeption in den 50er Jahren des 20. Jh.
Bauleute
Heim, Hans, Zimmermeister Brügger, Peter, Wandknecht
Baugeschichte
1742 - 1742: Erbauung
Inschriften / Baudaten
[2 Bären] 1742 Wer da Bauen Thut an Die Strassen Der Muß viel Leut urteilen laßen Gefällt es Nicht Jedermann, So Hab Ich Doch mein Theil gethan. Hanß Heim Zimermeister und Petter Brügger Wandknecht. (DG) Hanß Rubi Und Anna Zur Brügg Sein Ehegemahl Haben Dieses Hauß laßen Bauen Hiehar. Im 1742 Jahr. Der Höchste Got es wohl Bewahr Vor allem Übel und gefahr: Er segne Reichlich dieses Hauß, Und Die da Gehen Ein und Aus. Got allein die Ehr. (Gadenbrüstung)