
Rubigen
Baugruppe D (Rubigen, Schloss Beitenwil)
Bildungs- und Kulturdirektion
Amt Kultur
Denkmalpflege
www.be.ch/denkmalpflege
Bauinventar
04.12.2019
verfügt

Beschreibung
Das kleine Schlösschen im Stil einer Louis-XIV-Campagne liess sich 1723 Hans Rudolf Wurstemberger-von Diesbach, Landvogt zu Aarwangen, erbauen. Spätestens im 1. V. 19. Jh. flankierten 2 Pavillons den Eingang zum Vorhof der Campagne. Einer davon trug einen Dachreiter, wohl ein Glockentürmchen. 1888 wurde der Landsitz ein Asyl Gottesgnad. Der Gründer, Gottlieb Friedrich Ochsenbein, Pfarrer zu Schlosswil, liess 300 m westl. einen Friedhof anlegen, wo er selber auch begraben liegt. Die Eckpavillons wurden erweitert. Das Glockentürmchen wurde durch einen höheren Uhrturm ersetzt. 1915 erbauten die Berner Architekten Rybi und Salchli am Schlösschen einen neuen Mittelteil und einen neuen Seitenflügel im neubarocken Stil. Auch die Gartenanlage und der Friedhof wurden vergrössert. Im Garten teilt die neue Baumallee auf der neuen Mittelachse der Anlage den ehem. Schlossgarten von seiner westl. Erweiterung. Eine lange, hohe Gartenmauer mit Pultdach begrenzt gegen W die Erweiterung, ähnlich wie die Mauer auf der O-Seite. Östl. dieser Mauer entstanden die Neubauten der seit 1974 anthroposophisch geführten sozialtherapeutischen Werk- und Lebensgemeinschaft "Humanus-Haus". Von grosser Bedeutung für das ausgezeichnet proportionierte Herrenhaus sind seine in historischem und räumlichem Zusammenhang stehenden Nebengebäude sowie der vollständige Umschwung.
Einzelobjekte
Rubigen, Beitenwil 61
Rubigen, Beitenwil N.N.1
Rubigen, Beitenwil 61d
Rubigen, Beitenwil 61c