
Rüschegg
Bildungs- und Kulturdirektion
Amt Kultur
Denkmalpflege
www.be.ch/denkmalpflege
Aeugsten 418, 3154 Rüschegg Heubach
Grundstück
299
Koordinaten
2597663.74 / 1180657.746
Bauinventar
03.05.2010
verfügt
Einstufung
erhaltenswert

Beschreibung
Bauernhaus, Kern 18. Jh., zwischenzeitlich Doppelhaus, Renovation und Umbau um 2000
Regionaltypischer, traufseitig fassadierter Mehrzweckbau in Ständerkonstruktion. Schwach geneigtes, weit vorkragendes Satteldach mit Flugpfetten auf hoher Stützenreihe. Traufständige Erschliessung mit konturiertem, bzw. gefastem Türsturz. Hauptfassade gegen SO mit stark vorspringendem Stubeneinbau über gemauertem Keller. Nachträgliche Stubeneinbauten gegen Tenn. Genagelte Tennstore - einseitig mit ausgezeichneter Bemalung (Löwenmotiv wie z.B. bei Nr. 272 und Nr. 481). Gemauerte Stallungen, teils erneuert, darüber neue Laube zu ausgebautem, firstverlängertem DG. Vertreter des selten gewordenen Schwarzenburger Tätschdachhauses, durch Umbauten teils stark verändert. Bildet mit dem firstparallelen Haus Nr. 416 ein bäuerliches Ensemble auf der ehem. Landesallmend des Äugsten-Hubels.
Baugeschichte
1700 - 1799: Erbauung
Inschriften / Baudaten
[Ornament, Wolfshunde, Hirsch]
Alle Menschen die mich Können, Denen wünsch ich waß sie sich gönnen/ Wünschen sie mir Guts oder Böses viel So wünsch ich Ihnen Noch einmal so viel [2 Löwen] (Tennstor, Fraktur gemalt)
Notiz Rückseite:
"Erhaltenswertes Gebäude" gemäss "Anhang III Gebäudeschutz. Baureglement. Gemischte Gemeinde Rüschegg" und Gebäudeschutzplan (Kategorien schützenswert und erhaltenswert), genehmigt durch eine Verfügung des AGR am 25. April 2000.
BDK-Dossier.
Lit.
Heinrich Christoph Affolter, Die Bauernhäuser der Kantons Bern. Bd. 2. Das höhere Mittelland. Amtsbezirke Schwarzenburg, Seftigen, Thun, Konolfingen, Signau und Trachselwald, Hrsg. Schweizerische Gesellschaft für Volkskunde, Bern: Stämpfli, 2001, S. 429.