
Bolligen
Strukturgruppe 1 (Bolligen, Hühnerbühl)
Bildungs- und Kulturdirektion
Amt Kultur
Denkmalpflege
www.be.ch/denkmalpflege
Bauinventar
04.12.2019
verfügt

Beschreibung
Die Strukturgruppe umfasst die Bauten der Siedlung auf dem Hühnerbühl von Architekt Eduard Helfer. Dazu zählen die nach dem Vorbild der berühmten Halensiedlung in der Gemeinde Kirchlindach errichteten 3 Zeilen aus Reiheneinfamilienhäusern am Hang und das oberhalb stehende Mehrfamilienhaus Nr. 42, dessen südl. Kopf auf Stützen über den querliegenden Siedlungsplatz kragt; ausserdem das Einfamilienhaus Nr. 12, das sich der Projektleiter Anton Ammon am W-Rand errichtete. Das Areal hatte zuvor als Kiesgrube gedient. Die zwischen 1963 und 1965 erstellte Überbauung hat die Hügelkuppe massgeblich verändert, erzielt aber durch ihre stark horizontale Ausrichtung eine gute Fernwirkung. Die Bauten sind mehrheitlich in den Hügel gebaut und gehen dadurch mit der Topographie eine reizvolle Verbindung ein. Sie weisen typische Merkmale der Nachkriegsmoderne auf: Kubische Baukörper, Sichtbetonfassaden, Flachdächer; und sie zeigen einen stark rationalisierten Umgang mit dem Raum. Räumlich charakteristisch sind die durch Betonmauern streng abgetrennten Gartenabteile mit Pergola als südl. Abschluss sowie die Gassen zwischen den Gartenstützmauern und den 1-geschossigen Eingangsfronten der unteren Gebäude. Wie in der ebenfalls in den Hang gebauten Siedlung Halen gibt es eine zentrale Treppenerschliessung, markiert durch den kantigen Kamin der Heizzentrale, sowie einen sogenannten ?Dorfplatz?, der als öffentlicher Raum und potenzieller Treffpunkt in der Schnittachse von Reihenhaussiedlung, Ein- und Mehrfamilienhaus liegt.