
Biglen
Bildungs- und Kulturdirektion
Amt Kultur
Denkmalpflege
www.be.ch/denkmalpflege
Auf dem Weibel 101, 3507 Biglen
Grundstück
167
Koordinaten
2614992.625 / 1197546.105
Bauinventar
30.11.2004
verfügt
Einstufung
schützenswert
K-Objekt
Ja

Beschreibung
Stöckli von 1787, Obergeschoss 1855, Anbau 1969
Das Stöckli in Rieg- und in Massivbauweise weist eine achsentreue Fassadierung mit drei Fensteröffnungen auf. Das verputzte Erdgeschoss mit Ecklisenen, reich profiliertem Gurt und Segmentbogengewänden aus Sandstein in klassizistischer Manier datiert ins ausgehende 18. Jh., während der Riegbau nach Brand von 1855 als Neubau erstellt wurde. Möglicherweise war der Rieg einst verschindelt, wie historische Luftaufnahmen erahnen lassen. Zwei hohe Seitenlauben, die westliche verglast, unter gebogener Vogeldiele der Segmentbogenründi bilden den hölzernen Überbau im Schweizer Holzstil. In jüngerer Zeit wurde wohl mit dem Ausbau des Dachgeschosses eine Ründilaube ergänzt.
Umgebung / Situation
An der Frontseite des Hauses liegt im Süden ein grosser Nutzgarten.
Stöckli, Bauernhaus (Auf dem Weibel 100) und Speicher (Auf dem Weibel 100a) bilden das bäuerliche Ensemble des historischen Neuhaus-Guts. Durch ihre Staffelung besitzt die Gruppe eine eindrückliche Fernwirkung. Mit der Giebelstellung zur Strasse im Südwesten macht das Stöckli den Auftakt in die malerische Gebäudegruppe von Südosten her.
Würdigung
Das Stöckli zählt zum Neuhaus-Gut, das zur Entstehungszeit um 1800 dem Kaufmann Christian Leemann gehörte. Das Ensemble weist eine lokalhistorische Bedeutung auf, in der das im Ursprung klassizistische Stöckli als charakteristisches Wohnhaus mit einem gewissen repräsentativen Anspruch eine wichtige Position einnimmt.
Bauherrschaft
Leemann , Christian , Negotiant
Baugeschichte
1787 - 1787: Erbauung; 1855 - 1855: Sanierung / Restaurierung; 1969 - 1969: Erweiterung
Inschriften / Baudaten
IM 1787 JAHR
(Türsturz)
1930
(Trittofen 1. OG)