Schwadernau

Ensemble bâti B (Schwadernau, Hof Mühlheim, Mattenweg)
Déscription
Fünf Gebäude bilden das Gehöft Mühlheim am nördl. Dorfrand. Sie formen ein Geviert. Vier Bauten begrenzen den rechteckigen Hof. Ein umgebauter Speicher steht mitten drin. Die nördl. Begrenzung wird durch das Hauptgebäude, das Bauernhaus Mattenweg 5, gebildet. Gegen W schliesst eine fast ebenso grosse Scheune mit ehem. Logis für Knechte den Hof (Mattenweg 5C). Auf der S-Seite bildet die ehem. Schnapsbrennerei mit Anbau den Abschluss. In der Lücke auf der O-Seite steht das Stöckli von 1872 (Nr. 5A). Vor und hinter dem Stöckli liegen die Zugänge zum Innenhof. Das Stöckli ist der älteste, erhaltene Bau des Gehöfts. Das Bauernhaus, das um 1875 den Vorgängerbau vom Gehöft Maurer ersetzte, brannte 1918 nieder und wurde wieder aufgebaut. Nach dem Bau des Nidau-Büren-Kanals 1869-75 entwickelte sich das Gehöft kontinuierlich zu einer Baugruppe. Es wurde zum Zeichen der veränderten Landwirtschaft, die sich nach der Juragewässerkorrektion und Entsumpfung aufdrängte. Nach der Milchwirtschaft wurde vor allem Obst- und Kartoffelanbau betrieben. Zeuge dafür ist die Schnapsbrennerei, die 1883 eröffnet und bis 1895 in mehreren Etappen ausgebaut wurde.