Wynigen

Ensemble bâti A (Dorf)
Déscription
Das erstmals 1185 urkundlich erwähnte «Winingen» wurde 1497 vom Staat Bern erworben u. zunächst dem Amt Wangen, später dem Amt Burgdorf unterstellt (heute: Verwaltungskreis Emmental). Das stattliche Strassendorf liegt an einer Biegung des Wynigentals im Bereich der Einmündung des Kappelenbachs. Diese topografische Situation prägt auch die nach 3 Seiten ausgreifende Siedlungsstruktur. Westlich von der zentralen Strassenverzweigung gruppieren sich um eine platzartige Weitung des Strassenraums die Bauten des ältesten Dorfkerns, darunter die 1671 umgebaute Kirche aus der 1. H. 16. Jh. (Dorfstrasse 10), das Pfarrhaus von 1630 (Dorfstrasse 8), das Doppelhaus Dorfstrasse 5/5a mit einem Kernbau von 1630 u. der prächtige spätbarocke ehem. Gasthof zum Wilden Mann von 1790 (Dorfstrasse 12). An der Verzweigung selber setzen der historisch bedeutungsvolle Dorfbrunnen von 1653 (Dorfstrasse N.N.), das Heimatstilgebäude des Löschgerätemagazins (Luegstrasse 1) u. der 1943 nach Brand neu aufgebaute Gasthof Linde (Luegstrasse 2) kräftige Akzente. In dichter Reihung säumen sodann die giebelständig an der östlich abzweigenden Kappelenstrasse stehenden Holzständer- u. Riegbauten - mehrheitlich aus dem 2. Drittel des 19. Jh. stammend - den gewunden verlaufenden Kanal des Kappelenbachs, wobei namentlich das sog. Uhlmannhaus (Kappelenstrasse 19) eine wichtige Scharnierfunktion einnimmt. Westlich an den alten Dorfkern schliesst eine nach dem Bahnanschluss von 1856 erfolgte Dorferweiterung an, bei der auf der südlichen Strassenseite etliche mehrheitlich giebelständige Bauten aus der 2. H. 19. Jh. eine dichte Geschäftsstrassenfront ausbilden. Dank der relativ wenigen baulichen Eingriffe in die historische Bausubstanz u. des Erhalts von zahlreichen Hofplätzen, Grün- und Zwischenräumen konnte Wynigen ein geschlossenes inneres Dorfbild wahren.
Objets individuels
Entrée en vigueur
07.07.2016