Burgdorf

Grafenscheuren 2, 3400 Burgdorf
Bauernhaus, Gartenhaus, Brunnen / 1875 - 1899
Beschreibung
Bauernhaus, neu erb. 1820; div. Umbauten, u.a. 1866 (Inneres), 1879 u. 1989 (Verlängerung). Mächtiger, als Sichtriegbau gestrichener Ständerbau unter imposantem Walmdach (Eternit) mit Halbkreisründi u. schwungvoll abgebogener Vogeldiele; Trauflauben. Sehr herrschaftlich wirkende Hauptfassade mit Stichbogenfenstern nach spätbarockem Vorbild. Prächtige Holzelemente: Gesimse, Zopfbüge, kassettierte Laubenbrüstungen, Laubenstützen u.a. Spätklassizistische Haustür. Im Innern bemerkenswerte quellgespiesene Turbine von 1901. Hausplatz gepflästert. An der Strasse Hocheinfahrt mit Stichbogentor u. wieder verwendeten dekorativen Malereien. Zusammen mit Stock, landwirtschaftlichen Nebengebäuden, Brunnen sowie Haus- u. Baumgarten bildet das noble Bauernhaus einen idyllisch gelegenen Gruppenhof von seltener Geschlossenheit (siehe Grafenscheuren 1-10 u. N.N.). Gartenhaus, erb. um 1900 Kleiner, dekorativ ausgefachter u. zweifarbig gefasster Ständerbau unter Satteldach. Grosszügig befensterte Gartenfassade mit zentralem Eingang. Verbindung zum Bauernhaus (Nr. 2) durch sorgfältig ausgestalteten, offenen Sitzplatz (dekorative Leistendecke u.a.). Der firstparallel seitlich vor die mächtige Fassade des Bauernhauses gestellte Kleinbau begrenzt den gepflegten, in Stufen angelegten Hausgarten N-seitig; im Garten glockenförmiger, halbrunder Brunnentrog. Typologische Besonderheit des herrschaftlichen, idyllisch gelegenen Gruppenhofes (siehe Grafenscheuren 1-10 u. N.N.). Kalksteinbrunnen, um 1820 Wasch- u. Viehtränkebrunnen unter der Hocheinfahrt des Bauernhauses (Nr. 2): 2 schwere, an den Ecken abgerundete Becken, dazwischen klassizistischer Vierkantstock mit Rechteckplatten; Eichelaufsatz. Die schlichten Brunnen mit den schön geformten, formal verwandten Stöcken runden den hervorragenden Baubestand des Gruppenhofes Grafenscheuren (siehe Nr. 1-9) ab.
Klassifikation
Bauernhaus
Gartenhaus
Brunnen
Baugeschichte
1820 - 1820: Erbauung; 1875 - 1899: Erbauung
Bauherrschaft
Bracher-Gygax, Jakob
Bauleute
Stalder, Johann, Rinderbach, Zimmermeister
Inschrift
1685 (Keller) Hans Ulrich Bracher Alss man zellt 1724 ...... (Hocheinfahrt) 1820 (Büge) A B (Pflästerung)
Einstufung
schützenswert
K-Objekt
Ja
Inkraftsetzung
03.09.2004
Unterschutzstellung
29.11.1989, RRB (Kanton) 01.01.1990, Bundesschutz
Hauptgrundstücksnummer
2646
Koordinaten
2615137.579 / 1213838.155